„Adria mit Dubrovnik“

Bereits zum 3. Mal ging es mit einem Schiff der „Tui-Flotte“ über die Weltmeere. Schade nur, dass es gefühlt die schlechteste Kreuzfahrt wurde. Gedanklich war die Crew wohl schon selbst im Urlaub und so traf man nicht überall auf motivierte Mitarbeiter von „Tui Cruises“. Negatives Highlight waren Angestellte der „Fotocrew“ die über vorbei schlendernde Gäste lästerten. Aber was solls, Essen schmeckte und letztlich kann man solch ein Kreuzfahrtschiff dann wohl auch als angenehmes Fährschiff zwischen verschiedenen Hafenstädten ansehen. Zweck also erfüllt.

Statt dem überlaufenden Venedig, in dem die Kreuzfahrtschiff ja nicht mehr allzu gerne gesehen werden, starte die Reise in Triest. Vom Flughafen ging es mit dem Reisebus direkt zum Schiff. Triest ist zwar schon gelegen, doch die Industrie rund um das Hafengebiet lud nicht gerade zu einem Ausflug ein. So wurde das kulinarische Angebot auf dem Schiff getestet und die Kabine bezogen statt einen Fußmarsch durch Triest zu starten. Bier schmeckte und ähnlich wurde auch der folgende Seetag verbracht.

Mit dem kroatischen Dubrovnik (dubrɔ̞ːʋnik) wartete das vermeintliche Highlight scho sehr früh auf dieser Reise. Nachdem ich bereits im Frühjahr die Serie „Game of Thrones“ gesehen hatte war ich gespannt auf das Städtchen an der Adria. Durch bspw. diesen Reiseblog war man bereits im Vorfeld über die Preise informiert und so war die erste Sparmaßnahme auf den Busshuttle zu verzichten und zu Fuß in Richtung Altstadt aufzubrechen. Brachte den Vorteil, dass auch ein Schlenker an der Küste entlang drin war und die Aussicht genossen werden konnte. Die „Treppe der Schande“ war für mich dann ein „must see“ in der Altstadt und so konnte man auf den Spuren von „Cersei Lannister“ wandeln. Immer mehr Touristen strömten in die Altstadt und so war ich froh keine geführte Tour gebucht zu haben. Die Stadtmauer überzeugte auch von außen und so konnten die Touris im inneren ihrem Schicksal überlassen werden. Zurück zum Hafen brauchte man zu Fuß eine gute halbe Stunde und dort wurden dann am frühen Nachmittag die Sonne und diverse Köstlichkeiten an Board des Kreuzfahrtdampfers genossen. Neben den 4 Kreuzfahrtschiffen kamen an diesem Tag übrigens auch noch diverse Touristenbusse aus Österreich und Deutschland um Dubrovnik zu bevölkern.

„walk of shame“ hörte man hier von jedem Touristenführer
Blick von der Festung Lovrijenac auf die Altstadt

Bereits am nächsten Morgen erwachte man in Kotor (Котор), Montenegro. Oder besser gesagt in der Bucht davor, denn der Hafen war zu klein für die „Mein Schiff 6“ und so ging es mit Tenderboten ans Land. Oder lag es doch nur daran, dass der Anleger bereits durch ein anderes Kreuzfahrtschiff belegt war? Auch hier wartete jedenfalls eine nette Altstadt, die vom Anleger der Bote auch schnell erreicht war, sofern man die Taximafia ignoriert hatte. Viel Zeit blieb nicht um durch die Gassen zu schlendern, denn es wartete ein Aufstieg zu einer Burgruine. Leider wurde der falsche Eingang angesteuert und so wurden 8,- Euro fällig um die Stufen erklimmen zu dürfen. Ich verweise auch hier auf einen Reiseblog, denn geprüft habe ich nicht ob es tatsächlich 1.350 Stufen bis ganz oben waren. Der Ausblick entschädigte jedenfalls für die Strapazen.

Der Weg lohnt sich …

Aus der Bucht von Kotor ging es einmal quer über die Adria nach Bari in Italien. War ich durch vorherige Reisen gewohnt, dass die Städte in Italien doch eher dreckig sind konnte mich Bari positiv überraschen. Ein kleiner Fußmarsch durch das Hafengelände und schon war man auch hier in der Stadt. Besonders das Castello Svevo di Bari konnte durch seine Ausmaße beeindrucken. Aber auch so konnte die Stadt überzeugen und die typischen Nudeln und Kaffeeprodukte wurden nach Deutschland exportiert.

Ein weiterer Seetag und schon war mit Catania gefühlt das Ende der Reise erreicht. Die Stadt liegt in Sizilien am Fuße des auch an diesem Tag aktiven Vulkans Ätna. Aufgrund der Aktivitäten des Vulkans war für den Nachmittag auch eine Tour zu einem Krater des Vulkans gebucht und so blieb nur am Vormittag etwas Zeit um die Stadt zu erkunden. Da auch in Catania die Altstadt vom Hafen gut erreichbar ist war sogar noch ein Besuch auf dem Fischmarkt möglich um das morgendliche Treiben zu beobachten. Pünktlich zurück am Schiff ging es mit dem Bus zum „Silvestri-Krater“ am Ätna. Erstaunlich was für eine Landschaft hier durch diverse Vulkanausbrüche entstanden ist. Zeitlich war es leider nicht möglich zum Gipfel des Ätna zu kommen. Aufgrund der Aktivitäten und der Lava die dort immer wieder ausgestossen wurde vielleicht auch besser so.

Über Nacht ging es von Catania auf die Insel Malta. Leider fehlte auch hier die Zeit um die Insel weiter zu erkunden und so ging es nach dem Frühstück an Bord mit dem Busshuttle zum Flughafen und von dort zurück nach Deutschland. Vielleicht wird Malta bei ein anderen Gelegenheit genauer erkundet.

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